DLRG Holzminden sichert Strand in Rerik
Auch in diesem Jahr machten wir uns aus Holzminden auf den Weg zur Küste, um im Rahmen des zentralen Wasserrettungsdienstes an der Ostsee in Rerik eine Woche lang am Strand die Wasseraufsicht zu übernehmen. Während ein Kamerad geplant am Montag wieder Richtung Heimat fuhr, verblieben sieben bei Sonnenschein und angenehmen Sommertemperaturen bei um die 20 Grad bis zum Ende der Wachzeit. Die Nachrichten über die kühlen 20 Grad riefen zu Hause viel Unglauben hervor, aber ich kann euch sagen, dass mir im Gebäude der Hauptwache ziemlich kalt war. Die Tage waren mit Wachdienst von 10:00 bis 18:00 Uhr verplant. Nach Wachende wurde gemeinsam gekocht und gegessen. Anschließend ging es für uns an den Strand zum Schwimmen oder in die Stadt zum Minigolf spielen.
Ein Highlight des Wachdiensts war eine kleine Gruppe Jugendliche, die zum ersten Mal ihre Füße in die Ostsee gesetzt haben. Dabei vertrauten sie auf unseren Kameraden Marc, der die Gruppe im Wasser nicht aus den Augen ließ. Das Anliegen der Jugendlichen und der Betreuer, Sicherheit und Spaß im Wasser, wurde zur aller Zufriedenheit erfüllt.
Eine kleine Überraschung für die Bootsführer gab es am letzten Freitag. Sie durften mit einem Inflatable Rescue Boat (IRB - ein motorisiertes aufblasbares Rettungsboot aus Gummi für die schnelle Wasserrettung) nach australischem Standard eine halbe Stunde testen und hatten dabei richtig Spaß. Das IRB war tagsüber zur Absicherung des Hawaiian Sports Festivals eingesetzt, bei dem zahlreiche Outrigger-Kanus an den Deutschen Meisterschaften der Ocean Sports teilnahmen. Der Unterschied zum in Rerik stationierten IRB war zum einen der stärkere 35 PS 2-Takt Motor und ein Rumpf komplett aus Gummi. Das IRB nach australischem Standard war in der Endgeschwindigkeit damit deutlich schneller und wendiger.
Auch nächstes Jahr werden wir wieder an die Küste fahren, denn den Spaß, die Freude und die Gemeinschaft sind unvergesslich.